‚Wir akzeptieren berechtigte Kritik, einer Wortwahl „unternehmerisches Versagen“ et cetera mag ich mich allerdings nicht anschließen‘ 

Das ist der Knüller von Matthias Müller – VW-Chef in der Zeit der Diesel Affäre.

Diese Äußerung machte er bei der Presseerklärung zum Ergebnis des Dieselgipfels. Bei dieser Frechheit fällt mir nichts mehr ein – also kaum.

Im Grunde sind das ja die Früchte des Kapitals, die wir alle so sehnsüchtig ernten wollen. Hier platzt nur einem mächtigen einmal öffentlich der Kragen ob des dauernden Gejammers. Immer haben wir brav den Aussagen der Industrie geglaubt – ob Abgaswerte oder aber Verbrauchswerte. Jeder wusste, dass die Werte in den Hochglanzprospekten für die Praxis völlig irrelevant sind. Aber hat sich was geändert? Es gab immer Stimmen, die mal auf diesen Umstand hingewiesen haben – sowas wie der ADAC. Aber ein großes Thema ist es nie gewesen. Im Gegenteil: Was musste ein Verbraucher alles anstellen, um gegen einen Konzern zu klagen wegen falsch angegebener Verbrauchswerte. Und wenn er damit tatsächlich mal durchgekommen ist, dann wurde er in den Medien als Held gefeiert. Und weiter? Janee….nix halt. Sammelklagen – Fehlanzeige. Auch jetzt noch muss jeder einzeln kämpfen. Aber man wird das prüfen, ob hier nicht so etwas wie eine Sammelklage erlaubt sein wird.

Also – im Westen nichts Neues: Das Kapital beherrscht uns. Und da offensichtlich viele von uns dazu gehören wollen, regt sich auch kein Widerstand. Der würde sich ja u.U. auch gegen mein Bankkonto wenden. Aber das steht nicht zu befürchten. Dazu müssten „Wir“ ja erstmal aufstehen. Gegen Ungerechtigkeit zu Felde ziehen, uns bemerkbar machen.

Aber das Problem fängt ja schon mit dem Aufstehen an:
Verdammt ist das anstrengend. Ist die Pocke etwa schon wieder dicker geworden. Naja – mal sehen, was es auf RTL gibt.

Lästerliche Grüße,

das Lästermaul