Der Fall Luca, oder: Auch Ämter machen Fehler

Da bekommt das Jugendamt Viersen 2 mal die Chance, dass Kind aus den Fingern der überforderten Eltern zu retten – aber nein, da muss ja auch erstmal ein Gutachter eingeschaltet werden. Der kann keine Gefahr sehen – und nun ist Luca tot.

Hört sich schon fast so an wie die Gutachterin beim Selbstmordattentäter, bei dem ja auch keine Suizid Gefahr bestand – nu ist er tot.

Sind die Ämter in so einem strammen Korsett gefangen, dass sie eher Geld für einen Gutachter rauswerfen als den Hinweisen der Nachbarn nachgehen, dass das Kind misshandelt wurde?

Laut Herrn Güthoff, dem ehemaligen Geschäftsführer des Kinderschutzbundes NRW, ist der Druck schon enorm, dem die Mitarbeiter ausgesetzt sind. Und ja, ein Kind seinen Eltern wegnehmen kann nicht ‚mal eben so‘ erlaubt sein. Auch nicht einem Amt. Aber die situative Gemengelage so kompliziert werden zu lassen, dass es eher ein Ausweg scheint, Zeit durch Gutachter verstreichen zu lassen, kann auch keine befriedigende Lösung sein und führt stellenweise zum Tod des Kindes.
Leider. Der WDR hatte einige Beispiele parat, die es in der Vergangenheit schon gab – wäre doch dann mal an der Zeit, den Menschen auf den Ämtern etwas mehr Unterstützung zu geben, damit nicht ihr Fehlverhalten noch weitere Opfer fordert.

Lästerliche Grüße,

das Lästermaul